Der AFS-Test

Dieses pädagogische Testverfahren wurde im DRC Forschungszentrum, im Dyslexia Research Center USA, unter Mitwirkung von Frau Dr. Astrid Kopp-Duller entwickelt. Der Test wurde für den deutschen, englischen, französischen, spanischen, türkischen und niederländischen Sprachraum umgesetzt.

Dieses für den deutschen Sprachraum einzigartige, standardisierte Computertestverfahren ermöglicht, mit einem minimalen Zeitaufwand von ca. sechzig Minuten eine eventuell vorliegende Legasthenie, LRS und/oder Dyskalkulie, Rechenschwäche festzustellen und zu kategorisieren. Die Kategorisierung ist deshalb so wichtig, weil jedes legasthene/dyskalkule Kind seine individuelle Legasthenie/Dyskalkulie hat. Nach der Erstellung einer positiven Diagnose wird ein speziell auf das Testergebnis abgestimmtes pädagogisches Trainingsprogramm nach der AFS-Methode erstellt und vorgeschlagen. 

Das Rüstzeug für die Abenteuerreise des Lebenslangen Lernens, sollte jedem gegeben sein.

Attila Moser

Wann wird dieses Testverfahren angewendet?

Nur wenn sich nachfolgend genannte Verdachtsmomente ergeben, sollte dieses Dyslexia-Screeningverfahren durchgeführt werden. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass man nur dann von einer Legasthenie/Dyskalkulie sprechen kann, wenn bei einem Kind beobachtet wird, dass erstens die Aufmerksamkeit zeitweise sehr stark nachlässt, wenn es schreibt, liest oder rechnet, wenn es sich also mit Symbolen beschäftigt, und dass zweitens die Sinneswahrnehmungen, die man für das Schreiben, Lesen oder Rechnen benötigt, different ausgeformt sind und drittens das Kind sehr eigenartige Fehler beim Schreiben, Lesen oder Rechnen, so genannte Wahrnehmungsfehler, macht.

Der diplomierte Legasthenie- & Dyskalkulietrainer ist berechtigt, den Eltern eine schriftliche oder mündliche Auswertung der Leistungen, die das Kind erbracht hat, in Form eines pädagogischen Gutachtens für bestimmte Zwecke wie z.B. die Information der Lehrkräfte des Kindes zu geben. In mehreren Bundesländern Österreichs, in Teilen Deutschlands und der Schweiz werden solche pädagogischen Diagnoseerstellungen von den Schulen verlangt und auch anerkannt, damit gesonderte Regelungen für legasthene/dyskalkule Kinder zur Anwendung kommen können.

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Was leistet dieses pädagogische Testverfahren?

Dieses Verfahren trifft grundsätzlich keine Aussagen über etwaige medizinische oder psychologische Probleme, über das intellektuelle Leistungsniveau, etwaige Entwicklungs-verzögerungen, etwaige psychosomatische oder psychopathologische Probleme, grob- bzw. feinmotorische Probleme, Sprech- oder Sprachprobleme des Testkandidaten, physische Hör- oder Sehprobleme des Testkandidaten und über den Lebensbereich, der den Testkandidaten umgibt. Eine Abklärung, ob es körperliche Defizite im Bereich des Hörens, Sehens oder auf anderen Gebieten gibt, ist vor Beginn der Förderung unbedingt notwendig. Ein Negieren dieser Probleme kann dazu führen, dass auch ein noch so gutes Legasthenie- oder Dyskalkulietraining wenig Erfolg zeigt.

Wie läuft der AFS-Computertest ab?

In 50 bis 60 Minuten werden Leistungen im Aufmerksamkeits-, Funktions- und Symptombereich getestet. Als Ergebnis erhalten Sie ein farbiges Diagramm, welches die Abweichung von der alters- und entwicklungsgemäßen Norm zeigt. Aus diesem Diagramm leitet sich ein Trainingsprogramm, vor allem im Funktionsbereich, ab. Der Test wird nur diplomierten Legasthenie- & Dyskalkulietrainern zur Verfügung gestellt. Die Testung wird überwiegend online erfolgen.